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Armin Köhler: Erlebte Geschichte. Aufbrüche, Rückblicke, Zeitläufte

«DAS SCHÖNE BEDEUTET DAS MÖGLICHE ENDE DER SCHRECKEN»

[Foto: Hochschule für Musik «Hanns Eisler» Berlin/Wollermann]

Szenen eines Staates

Paul-Heinz Dittrich

Paul-Heinz Dittrich zählt zu jenen DDR-Autoren, die in den 1960er und 1970er Jahren das Musikdenken in diesem von Repressionen beherrschten Land maßgeblich erweiterten. Er wurde am 4. Dezember 1930 in Gornsdorf im Erzgebirge geboren, studierte Musik in Leipzig und Berlin, wo er von 1960 bis 1976 an der Hanns-Eisler-Musikhochschule Tonsatz, Kontrapunkt, Gehörbildung und Formenlehre unterrichtete. 1976 wurde er als «unverbesserlicher Querulant, der nicht auf dem Boden der marxistisch-leninistischen Kulturpolitik stehe» entlassen. Sein Mentor war bis zu dessen Tod Paul Dessau, der für alle Avantgardisten der DDR-Musik in politisch stürmischen Zeiten der Fels in der Brandung war.