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Armin Köhler: Erlebte Geschichte. Aufbrüche, Rückblicke, Zeitläufte

Ulrich Dibelius: György Ligeti - Eine Monographie in Essays

«ICH WILL IMMER ABSTAND»

[Foto: Armin Köhler]

oder: Von ideologiefreien Zonen

György Ligeti

Ungarn, Oktober 1956: Eine Nation versucht, sich von ihren Unterdrückern zu befreien. György Ligeti beschreibt als Augenzeuge in diesem Interview mit eindringlichen Worten erstmals, wie er den Ausbruch dieses Aufstands und seine Niederschlagung durch die Sowjetarmee als junger Musikstudent erlebt hat und welche dramatischen Ereignisse die Ursache dafür waren, dass er nicht sofort in den Westen emigrieren konnte. Mit umfangreichem O-Ton-Material aus jener Zeit zeichnet die Sendung ein zeitgeschichtliches Bild von dem nach Béla Bartók wohl bedeutendsten ungarischen Komponisten. Sie berührt seine Zeit im Arbeitslager ebenso wie seine Befreiung 1945. Aber auch musikalische Themen kommen zur Sprache, etwa Ligetis Verhältnis zu bestimmten Kompositionstechniken und zur Elektronischen Musik. Schließlich erhalten junge Komponisten am Ende des Interviews einen ganz speziellen Tipp für ihr Komponieren.