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Armin Köhler: Erlebte Geschichte. Aufbrüche, Rückblicke, Zeitläufte

KOMPONIEREN AUSSERHALB VON SYSTEMEN

[Foto: Armin Köhler]

oder: Avantgarde als politische Haltung

Giacomo Manzoni

Giacomo Manzoni, geboren am 26. September 1932 in Mailand, zählt zu jenen italienischen Komponisten, deren Anspruch an die Komponierkunst immer auch politischen und aufklärerischen Traditionen verpflichtet ist. Dieser Haltung kam in Italien die Ausrichtung einer kommunistischen Partei entgegen, die - anders als in den kommunistischen Ostblockländern - in den Aufbruchsjahren nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 1960er Jahre hinein eine enge Allianz von politischer und künstlerischer Avantgarde suchte. Deshalb agierte Manzoni neben seinem künstlerischen Tun lange Zeit auch als Musikkritiker der l’Unita, verfasste Streitschriften und übersetzte deutschsprachige philosophische Schriften ins Italienische. Zeitlebens engagierte er sich auch als streitbarer Lehrer, dessen Anspruch an das Komponieren weit über das Setzen von Tönen hinausgeht.

 


Das Interview mit  Giacomo Manzoni, das in Mailand geführt wurde, liegt leider nur in einer technisch nicht in angemessener Form vor, so dass es nicht möglich war, es an dieser Stelle als Audio-Datei zugänglich zu machen. Sie finden den Text des Gespräches unter «Interview».