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JEDER IST SEIN EIGENER AFFE GEWORDEN

oder: Vom Authentischen und Neuen

Das Negieren jeglicher Kanons oder bewusst gesetzte Absetzungsstrategien von anderen Künstlern waren in der Musik nach 1950 die Prinzipien, die nötig schienen, um ein zentrales Diktum der Avantgarde jener Zeit zu erfüllen, das da hieß, nur wer «neu» sei, könne auch «authentisch» sein. Über Echtheit, Persönlichkeit, Glaubwürdigkeit, Zuverlässigkeit, Individualität, Neuheit und Originalität sprechen in dieser Sendung Juan Allende-Blin, Harrison Birtwistle, Konrad Boehmer, Pierre Boulez, Brian Ferneyhough, Vinko Globokar, Cristóbal Halffter, Mauricio Kagel, Gottfried Michael Koenig, Helmut Lachenmann, Heinz-Klaus Metzger, Younghi Pagh-Paan, Henri Pousseur, Josef Anton Riedl, Wolfgang Rihm, Karlheinz Stockhausen, Christian Wolff, Hans Zender und Walter Zimmermann. Sie fragen auch danach, wann man begann, vom Authentischen als einer ästhetischen Kategorie zu sprechen, und wann sich diese neue Kategorie ins Gegenteil verkehrte.