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MUSIK UND POLITIK

 

«Wegen schlechter Witterung fand die deutsche Revolution in der Musik statt.» Mit diesem scharf pointierten Tucholsky-Zitat führt Heinz-Klaus Metzger die virtuelle Gesprächsrunde an. Der «Wortführer der kompositorischen Anarchie» in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts eröffnet das Gespräch mit einem Ausschnitt aus seinem Kölner Manifest aus dem Jahre 1960, das auch heute noch höchste Aktualität besitzt. Dazu gesellen sich Konrad Boehmer, Pierre Boulez, Paul-Heinz Dittrich, Brian Ferneyhough, Friedrich Goldmann, Cristóbal Halffter, Klaus Huber, Georg Katzer, Wilhelm Killmayer, György Ligeti, Giacomo Manzoni, Younghi Pagh-Paan, Krzysztof Penderecki, Wolfgang Rihm, Frederic Rzewski, Mathias Spahlinger, Christian Wolff und Hans Zender.

Vor dem Hintergrund der Unterdrückung durch politische Systeme, sprechen die Komponisten über «Musik und Politik». Sie berichten über die Anfänge der Neuen Musik nach dem Zweiten Weltkrieg, fragen nach dem Einfluss von Diktaturen auf das künstlerische Schaffen und denken darüber nach, ob musikalisches Material per se schon Ausdruck einer politischen Haltung sein kann.